Einladung zur
Öffentlichen Aula-Veranstaltung an der Universität Bern

„ILLIBERALE DEMOKRATIEN“ IN EUROPA

Die Rückkehr autoritärer Tendenzen in mehreren Ländern im Osten der Europäischen Union gefährdet erst gerade errungene Grundwerte. Medien- und Meinungsfreiheit werden eingeschränkt, Minderheiten bedrängt. Wie beunruhigend ist die Entwicklung? Und was bedeutet das für die Schweiz?

Donnerstag, 22. Oktober 2020 um 18.15-20.00 Uhr

  • Prof. Gabór Polyák, Professor an der Universität Pécs (Ungarn)
  • Dr. Magdalena Solska, Lektorin und Oberassistentin an der Universität Fribourg

An der Diskussion nach den Referaten beteiligen sich auch Nationalrätin Christa Markwalder, Präsidentin der SGA und Dr. Christoph Lanz, Präsident der SHV. Die Veranstaltung wird moderiert von Casper Selg, Journalist.

Eine gemeinsame Veranstaltung der SHV und der SGA.

 

Als Folge der Corona-Schutzmassnahmen müssen die Teilnehmenden namentlich bekannt sein. Wir bitten Sie, sich möglichst vorgängig mit Name, Mailadresse und Telefonverbindung anzumelden beim Sekretariat der SHV (info@shv-ch.org oder 062 888 01 75) oder der SGA (info@sga-aspe.ch).

Ausserdem gilt in der ganzen Universität Bern Maskenpflicht.

 

 

 

 

 

Vakuum an der Spitze der OSZE

16. Juli 2020

Die OSZE-Staaten haben sich nicht auf eine Verlängerung der Amtszeit der vier Führungspersonen der OSZE einigen können. Nachdem Aserbaidschan seine Zustimmung zur Wiederwahl des Verantwortlichen für die Medienfreiheit verweigert hatte, wollten einige andere Staaten auch die übrigen drei Führungspersonen der OSZE nicht für eine neue Amtsdauer wieder wählen. Das bedeutet, dass Generalsekretär Greminger, ODIHR-Direktorin Gisladottír, der Hochkommissar für nationale Minderheiten Zannier und der Verantwortliche für Medienfreiheit Désir ihre Ämter am 18. Juli niederlegen müssen. Die OSZE-Staaten sind vom Vorsitzenden des Ministerrates eingeladen worden, NachfolgekandidatInnen vorzuschlagen. Es ist damit zu rechnen, dass das Wahlprozedere und die mangelnde Führung die OSZE weitgehend lähmen wird.

Die Civic Solidarity Platform CSP hat gegen die Vorgänge protestiert und die Staaten aufgerufen, die vakanten Posten so rasch als möglich wieder zu besetzen. Die SHV hat den Aufruf mitunterzeichnet.
 
Finden Sie den Aufruf hier.

Wir bedauern diese Entwicklung ausserordentlich. Sie verdeutlicht, dass es im multilateralen Rahmen zunehmend schwierig wird, einen Konsens zu finden und dass nationalistische Tendenzen Oberhand gewinnen. Sie zeigt auch, dass gewisse Staaten die Umsetzung der Verpflichtungen der OSZE behindern wollen und können.

Christoph Lanz, Präsident
 
 

Der neue Rundbrief vom Juni 2020 

Sommerschule 2020 findet erst im Sommer 2021 statt

Hauptthema dieser Ausgabe ist "Kunst und Friedensförderung". In welcher Weise kann Kunst nach einem Konflikt zur Versöhnung und zum Wiederaufbau beitragen?

Themen

  • KUNST UND FRIEDENSFÖRDERUNG: BASIS-ENGAGEMENT FÜR EINE NACHHALTIGE KONFLIKTTRANSFORMATION

  • KÜNSTLERISCHE SPURENSUCHE IM WESTBALKAN

  • DIE KUNST DES LEBENS!
  • MUSIK VERBINDET: MITROVICA ROCK SCHOOL

  • MIT KUNST GRENZEN ÜBERWINDEN

  • DIE DEZA FÖRDERT MIT KULTUR DEN OFFENEN DIALOG IN ZENTRALASIEN

  • SCHULBESUCH DER SHV IN ST. GALLEN
  • CORONA-VIRUS UND DIE WERTE DER OSZE

Lesen Sie mehr zu den Inhalten des neuen Rundbriefs hier.

☝️Wenn Sie den Rundbrief als Printversion erhalten möchten, können Sie diesen via info@shv-ch.org bestellen.

 

 

21. Mai 2020

Die Folgen des Corona Virus treffen auch die SHV. Wir müssen die Sommerschule „Challenge History 4“ vom Juli 2020 in den Sommer 2021 verschieben. Die Direktorin des Serbischen Helsinki Komitees hat uns darüber informiert, dass es keineswegs sicher ist, dass die Sommerschule im Juli 2020 in Kovacica durchgeführt werden kann. So haben wir gemeinsam beschlossen, sie in den Sommer 2021 zu verschieben. Wir bedauern das sehr, aber nach Kontakten auch mit den Partnerorganisationen aus den anderen vier Staaten sind wir überzeugt, dass wir im 2021 in Serbien die erfolgreiche Serie der Sommerschulen fortsetzen können.

 

 

Corona-Virus und OSZE-Werte

April 2020

Die Regierungen aller OSZE-Staaten sind durch die Verbreitung des Corona-Virus enorm herausgefordert. Es ist wichtig, dass bei den Notstands-Massnahmen die Werte der OSZE beachtet werden.

Die Massnahmen müssen verhältnismässig, zeitlich begrenzt und in Übereinstimmung mit rechtstaatlichen und internationalen Verpflichtungen bleiben. Solidarität und Zusammenarbeit unter den Staaten sind dringend notwendig. Das betonen der Präsident des Ständigen Rates und der Generalsekretär der OSZE, die Direktorin des ODIHR, der Verantwortliche für Medienfreiheit und der Hochkommissar für Nationale Minderheiten.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung der OSZE vom 26. März 2020.


(osce.org)

 

 

Bratislava-Erklärung der CSP zur Versammlungsfreiheit

Dezember 2019

Die Versammlungsfreiheit stand im Zentrum des diesjährigen Treffens von mehr als 60 Vertretern der in der Civil Society Platform (CSP) zusammengeschlossenen Koalition von NGOs aus dem gesamten Gebiet der OSZE. Alarmierende Augenzeugenberichte zeigen, dass die freie Ausübung des Rechts, sich frei und friedlich mit anderen zu versammeln, immer mehr unter Druck gerät und von staatlichen Strukturen an vielen Orten gezielt verhindert wird.  Am 4. Dezember 2019, dem Vorabend des 26. Treffens des OSZE Ministerrates in Bratislava, überreichte die CSP Vertretern der OSZE Strukturen und Mitgliedstaaten eine Erklärung mit Empfehlungen zur Sicherstellung einer wirksamen Ausübung der Versammlungsfreiheit (Bratislava Declaration).

 

Teilnehmende an der Abschlusssitzung der CSP am Vorabend der 26. OSZE Ministerkonferenz, 4. Dezember 2019, in Bratislava. (OSCE Press Release, Foto: Peter Korcek)